Historie

Inbetriebnahme Kraftwerk Huntorf

30 Jahre in Betrieb – seiner Zeit voraus?

 

Von einer „Pioniertat“ und von einer „Welturaufführung“ war die Rede als am 1. Dezember 1978 die Nordwestdeutsche Kraftwerke AG das erste Gasturbinen-Druckluftspeicher-Kraftwerk der Welt offiziell in Betrieb nahm. Zahlreiche Experten der Energieversorgung, Kommunalvertreter und Journalisten hatten sich trotz der kalten Jahreszeit in einem beheiztem Zelt eingefunden, um dabei zu sein, als Dr. Josef Schweer, Regierungspräsident Weser-Ems, mit einem Knopfdruck den Start des neuartigen Kraftwerktypen auslöste.

Auf einer Anzeigentafel konnten die Gäste verfolgen, wie innerhalb weniger Minuten die Drehzahl der Gasturbine auf 3000 Umdrehungen pro Minute stieg und nach kurzer Zeit die volle Leistung von 290 Megawatt erreichte. Das diese Turbine damals die leistungsstärkste Gasturbine der Welt war, war weniger die Sensation des Tages. Eher interessierten sich alle für die Idee, Energie zu speichern.

Und so ist es auch noch heute. Das Kraftwerk Huntorf steht seit 30 Jahren mit unveränderter Technik als Spitzenlastkraftwerk zuverlässig zur Verfügung. Erst 2006 wurde die Leistung der Gasturbine auf 321 Megawatt erhöht.

Auch das Interesse am Kraftwerk Huntorf ist geblieben. In den aktuellen Diskussionen um vermehrter Stromgewinnung aus erneuerbaren Energieträgern taucht immer wieder der Wunsch nach „Energiespeicher“ auf.

Im Rahmen der Forschungsinitiative E.ON Research Award - einem international ausgerichteten Wettbewerb, welcher 2007 unter dem Motto „Energiespeicherung“ stand – vergab E.ON an zehn Forschungsprojekte Fördermittel von insgesamt 6 Millionen Euro u.a. an das Institut für Wärme– und Brennstofftechnik der technische Universität Braunschweig. Das Institut arbeitet an der Verbesserung von Druckluftspeichern, um das Überangebot an Windenergie zu speisen und bei Bedarf Strom an das System liefern zu können.

© E.ON Kraftwerke GmbH 2010